Mittwoch, 16. Juli 2008

The incredible Hulk / Der verstümmelte Hulk

Alles hätte so schön sein können. Ed Norton als grüner Übersoldat – und mit wesentlich mehr Talent als Eric Bana – rettet tausende Unschuldiger und den General vor dessen eigenen Größenwahn. Doch Universal, oder wem auch immer dieses Desaster anzulasten ist, hatte etwas dagegen. Wovon ich spreche? In einem Verstümmelungsakt wurden große Teile des Endkampfes zwischen Hulk und Abomination einfach entfernt. Grund dafür ist, wie immer, das Geld, also eine Altersfreigabe ab 12 Jahren, die merklich mehr Ticketverkäufe erwarten lässt. Ergebnis dieser Verstümmlung ist, dass am Ende ein roter Faden völlig verloren geht und deutliche logische Lücken entstehen. Beispiel gefällig? Hulk zerlegt ein Auto in zwei Hälften und bastelt sich zwei Boxhandschuhe daraus um Abomination, im Stile Rockys, auf die Mütze zu hauen. Doch bevor die stählernen Handschuhe zum Einsatz kommen, Cut, und der fratzenhafte Widersacher liegt, deutlich gezeichnet, am Boden. Kein Schlag, kein Treffer, kein echter Kampf. Eine Tatsache die einen bis dahin wirklich guten Film zerstört. Seien wir einmal ehrlich. Der langerwartete Endkampf war für jeden Fan DAS Argument sich im Kino einzufinden. Ist dieser kaum mehr als solcher zu erkennen, gibt es keinen Grund sich den Film anzuschauen. Da tröstet auch die in wenigen deutschen Kinos zu sehende FSK 16 Kopie nicht.

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