
Koushik Gosh blickt aus dem Fenster. Was er sieht? Pop. Eine riesige Seifenblase aus Belanglosigkeit, Massengeschmack und seelenloser Gleichgültigkeit. Frustriert wendet er sich seiner Sixties Plattensammlung zu, beginnt zu schneiden, neu zu arrangieren und zu zitieren. Da aber reines Zitieren auf Dauer ermüdend, eintönig und wenig inspiriert wirkt, wird kurzerhand Kollege Breakbeat eingeladen. Zu gleichen Teilen mit Koushiks Gesangskünsten auf den smooth gehaltenen Produktionen, eine unschlagbare und exotische Mischung. Wie die Stones Throw Labelkollegen Dilla, Madlib oder Oh No verknüpft auch Koushik Samples auf magische Weise zu eigenständigen Klangbildern. Nur eben ohne Raps und die Hip Hop typische Drumlastigkeit. Spacig-hallende Vocalflächen überlagern die längeren der 16 Stücke auf „Out my window“ und werden von madlibesquen Kurzloops – vergleiche den sich in Trance singenden „Buttaflybeat“ – zusammengeleimt. Kohärent, wie in Blei gegossen, luftig-leicht wie Spongebob-Luftballons auf der Kirmes. Der hymnenhaft-orchestrale Titeltrack apostrophiert den Ausnahmestatus des Kanadiers indischer Abstammung. Wie Vadims letzte LP „The Sound Catcher“: „Out my window“ wächst und wächst bei jedem Hören.

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